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Adieu, Simon Schott
Der
legendäre Barpianist Simon Schott starb am 30. Januar 2010
im Alter von 92 Jahren. Bis zuletzt bezauberte er im Hotel Vier Jahreszeiten München die Gäste mit seinem unvergleichlichen Barpiano-Stil. Den Besuchern des Krimifestival München ist seine große Buchpremiere im Hotel Vier Jahreszeiten noch in bester Erinnerung.
Simon Schott wurde am 28. November 1917 in München geboren. Nach dem Abitur kommt er als Soldat im Zweiten Weltkrieg nach Frankreich. Kurz vor Kriegsende desertiert er und landet eher aus Versehen in der
französischen Widerstandsbewegung. Er bleibt für die nächsten siebzehn Jahre in Paris, spielt Piano in Harry’s New York Bar. Hier lernt er alle Größen seiner Zeit kennen, von Hemingway über Simenon zu Coco Chanel
und Jean-Paul Sartre. Auch Humphrey Bogart war eine ganze Weile Stammgast in Harry's New York Bar. Er kam, bestellte zwei Getränke (etwas Antialkoholisches für Simon Schott, etwas anderes für sich selbst), setzte
sich in einen Sessel und hörte ihm zu. Er sprach nie, er lächelte nicht. Nach einer Stunde stand er wieder auf, klopfte Simon Schott auf die Schulter und ging.
Inspiriert von Simenon, begann Simon Schott in den 50er Jahren in Paris Krimis zu schreiben. Der Held seiner Krimis ist
Privat-Detektiv Nick Foldex, ein einsamer Wolf im Pariser Großstadtdschungel. Die Foldex-Krimis erschienen 2008
in einer Taschenbuch-Neuauflage als Sammelband, ebenso erschienen im vergangenen Jahr Simon Schotts Memorien “Der Barpianist”.
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