Nördlich der Alpen ist das Wort “Süden” mit Sehnsüchten und Träumen besetzt. Doch manchmal werden daraus
Albträume.In Georg Bruns Erfolgsroman “Der Engel der Kurie” (2002) wird der deutsche Dominikanermönch Jakob 1526 wider Willen zum Aufklärer einer Serie von grässlichen Hurenmorden im Dunstkreis der römischen Kurie. Kaum zurück
in Deutschland, wird er im Folgeroman “Der Augsburger Täufer (2003)” gerufen, um einen Mord im Haus der Fugger aufzuklären. Die Spuren weisen nach Süden.
Auch den Kaufmann Peter Bernward, Ermittler in Richard Dübells Bestseller
“Der Tuchhändler” (1997), zieht es 1478 nach Süden, wo er mit seiner Geliebten in den Aufstand gegen Lorenzo di Medici verwickelt wird (“Eine Messe für die Medici”, 2000). Auf dem Rückweg nach Landshut werden sie in “Die schwarzen
Wasser von San Marco” (2002) in ein Netz aus Missbrauch und Sklaverei hineingezogen, das die venezianische Oberschicht bedient. Endlich wieder im Deutschen Reich gelandet, stellt sich im “Spiel des Alchimisten” (2003) heraus, dass
Bernwards Tochter spurlos verschwunden ist.
Die südliche Sonne der Neuzeit lässt die Wiener Glauser-Preisträgerin Edith Kneifl in “Kinder der Medusa” (2004) auf die Yacht scheinen, mit der die Psychoanalytikerin Joe
Bellini und ihre ehemaligen Studienkollegen in der Ägäis segeln wollen. Doch nach Verlassen des Hafens wird das romantische Abenteuer bald zum Höllentrip. Ein Psychothriller